Gesundheit in Thailand
erlebe-thailand hat sich bemüht die Korrektheit der folgenden Informationen zu garantieren. Wir raten Ihnen auch immer selbst Kontakt mit Ihrem Arzt oder mit einer medizinischen Instanz aufzunehmen, die auf dem Gebiet der Tropen Sachverstand haben, um den letzten Stand der Informationen zu erhalten.
Thailand ist ein sauberes Land und vor allem im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern ist das Risiko, krank zu werden, geringer als anderswo. Doch das Risiko ist natürlich höher als zu Hause. Es gibt mehr Bakterien, da Thailand ein tropisches Klima hat und feuchte Wärme ein guter Nährboden für Krankheitserreger ist.
Bevor Sie aufbrechen, können Sie schon eine Anzahl Vorsorgemaßregeln treffen; die besprechen wir als erstes. Des weiteren was Sie vor Ort tun können, um Gesund zu bleiben und schließlich schenken wir den Dingen Aufmerksamkeit, auf die Sie nach Ihrer Rückkehr achten müssen.
Spring nach Gesundheitsmaßnahmen vor dem Urlaub nach Thailand
Spring nach Gesundheitsmaßnahmen in Thailand
Spring nach Gesundheitsmaßnahmen nach der Reise
Gesundheitsmaßnahmen vor dem Urlaub
Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogensüchtiger sein könnten. Sorgen Sie auch dafür einen zusätzlichen Vorrat mitzunehmen, so dass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch einen englischen Brief Ihres Arztes mit über Ihre Medikamenteinnahme.
Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen nehemen Sie am besten noch eine extra Brille bzw. Ersatzlinsen mit. Für Schnorchler und Taucher werden Tauchbrillen mit Korrektur verkauft (und verliehen) bei den Tauchläden/ Tauchschulen.
Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Ihrer Reise Kontakt mit einer medizinischen Tropeninstitut, Ihrem Hausarzt oder einem Apotheker aufnehmen. Eine Last-minute Reise nach Thailand ist für eine gesunde Person kein Problem. Nehmen Sie auf jeden Fall Ihr Impfbuch mit, falls Sie eins haben. Natürlich ist es wünschenswert die Impfungen weit im Voraus zu regeln. Gehen Sie deshalb unbedingt rechtzeitig vor der Abreise zu ihrem Arzt.
Informative Webseiten:
Institut für Tropenmedizin Berlin, http://www.charite.de/tropenmedizin/Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter http://www.fit-for-travel.de/index.jsp
Die Preise der Impfungen können unterschiedlich sein; es lohnt sich, sich erst zu erkundigen.
Hiernach folgt eine kurze Information über die offensichtlichen Krankheiten, gerichtet auf den Reisenden, der Gesund ist, nicht Schwanger und nicht länger als 1 Monat in Thailand bleiben wird. Sorgen Sie dafür dass Sie sich Up-to-date Informationen für Ihre spezielle Situation besorgen.
Malaria
Malaria kommt in Thailand noch vor, hauptsächlich in den nördlichen Grenzgebieten und auf den Inseln Ko Chang und Ko Samet. Malaria ist kein großes Problem mehr in Thailand, aber die wenigen Malariaparasiten, die es gibt sind resistent gegen die gängigen Malariaprophylaxen (präventive Anti-Malaria Mittel). Es ist daher vor allem wichtig risikobegrenzende Maßnahmen zu treffen. Dazu gehören u.a. abends die Arme, Beine und Füße mit Kleidung zu bedecken, sich mit einen Antimückenmittel ein zuschmieren in dem der Wirkstoff DEET enthalten ist und ein Mückennetz zu benutzen. Das Mückennetz können Sie eventuell mit einem Mücken tötenden Mittel imprägnieren. Sorgen Sie auch dafür dass Sie etwas dabei haben um das Mückennetz aufzuhängen; zum Beispiel ein Tau und einen Haken oder Korkenzieher (z.B. Schweizer Taschenmesser - aber packen Sie diese Gegenstände nicht ins Handgepäck). Nehmen Sie für die richtige Prophylaxe auch Kontakt mit den medizinischen Instanzen in Ihrer Umgebung auf.
Impfungen
Impfungen gegen Difterie, Tetanus und Polio (kurz DTP, etwa 10 Jahre gültig), Hepatitis A und (Bauch)thyfus werden stark empfohlen. Viele medizinische Instanzen halten die Impfung für (Bauch)thyfus nur bei einem Aufenthalt von länger als zwei Wochen notwendig. Checken Sie das! DTP haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend empfangen. Nach einer Wiederholungsspritze ist die Impfung erst einmal wieder für längere Zeit wirksam. Eine Injektion gegen Gelbfieber ist nur notwendig für Länder in denen diese Krankheit vorkommt. Die reguläre Hepatitis A Impfung hat nur eine begrenzet Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor die Reise aufgefrischt werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie überlegen ob Sie Langzeitinjektionen nehmen sollten, wie zum Beispiel Havrix. Beachten Sie, dass dies teure Impfstoffe sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsinjektion nötig ist. Eine Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Reise nach Thailand in einem Infektionsgebiet von Gelbfieber waren.
Dengue und Japanische B-encephalitis
Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Für mehr Informationen wenden Sie sich an Ihren Arzt. Gegen Dengue gibt es keinen Impfstoff, wohl aber gegen die Japanische B-encephalitis, diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen wollen.
Sie können auch selbst ein Erste-Hilfe Set für die Tropen zusammenstellen oder eins kaufen. Auch können Sie überdenken ob die Anschaffung geeigneter Bücher mit Tipps und Ratschläge zum Thema Sinn macht. Hypochondere Menschen werden wahrscheinlich eine wahre Freude beim Lesen dieser Bücher haben und bei den ersten Kopfschmerzen denken, dass sie etwas Ernstes haben. Lesen Sie solche Bücher also mit etwas Vorbehalt.
Gesundheitsmaßnahmen während des Urlaubs in Thailand
Neben Inachtnahme der passenden Impfungen für Ihre Situation und der Fürsorge das Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich vor Ort wichtig zu verhindern das Sie Krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam, wenn Sie Zweifel haben beratschlagen Sie sich mit einem Arzt vor Ort.
Jetlag
„Jetlag“ meint das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, u.a. des Schlaf-Wach-rythmus, das durch den Flug über mehr als drei Zeitzonen verursacht wird. Die ersten Tage nach Ihrem Flug muß sich der Körper gewöhnen an den neuen biorythmus, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen.
Tipps zur Eindämmung des Jetlags: Es ist keine schlechte Idee um im Flugzeug wenig Kaffee oder Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zuviel von sich zu verlangen. Weiterhin ist es praktisch sich so schnell wie möglich an den neuen Schalfrythmus zu gewöhnen. Legen Sie sich also nach Ankunft in Bangkok nicht gleich hin, sondern nutzen Sie das Tageslicht und gehen dann lieber abends früh schlafen.
Was nach einem langen Flug sehr angenehm sein kann, ist eine traditionelle Thai-Massage. Ziehen Sie dazu bequeme Kleidung an, denn bei einer Thai-massage behalten Sie die Kleidung an.
Diarrhoe
Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung (besonders bei scharfem Essen) können Ihrren Magen-Darm Trakt durcheinander bringen. Solange dies nur gepaart ist mit „dünner Entlastung“ ohne Nebenerscheinungen können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und dafür sorgen, dass Sie genug trinken. Sie können eventuell einige Durchfallmittel (Salzlösung) in Wasser aufgelöst einnehmen um dafür zu sorgen, daß Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch loperamide einnehmen. Das legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, so dass es scheint, als wenn die Diarrhoe vorbei ist. Gebrauchen Sie es aber nur wenn Sie nicht häufig zum WC können, also z.B. wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhoe länger als zwei Tage anhalten, oder bestehen Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge, nehmen Sie dann Kontakt auf mit einem Arzt, dann kann mithilfe von Labortests untersucht werden, ob es Grund zur Sorge gibt. Glücklicherweise sind die medizinsichen Vorkehrungen vor allem in Bangkok im allgemeinenen sehr gut. Allerdings ist man eher geneigt Antibiotica zu verabreichen als in Deutschland. Sie werden so meistens Ihre Krankheit los, aber das kann andere Verdauungsprobleme mit sich bringen, da Ihre Darmflora angegriffen wird. Zur Unterstützung Ihrer Därme können Sie Lactobacillus Acidophilus Kapseln schlucken (eventuell aus Deutschland mitnehemen). Denken Sie daran, das Alkohol und Antibiotika eine sehr schlechte Kombination ist und das die Pille in Kombination mit Alkohol eine verminderte Wirkung hat!
Vorsorge gegen Diarrhoe
Trinken Sie nur Wasser, das aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen kommt oder Getränke die gekocht sind, wie Tee oder Kaffe. Eisklümpchen sind am vertrauenswürdigsten wenn es runde Kugeln mit Loch in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher wenn kein Wasser zugefügt wurde.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch müssen gut gekocht oder durchbacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im allgemeinen abzuraten. Hamburger sind (eigene Erfahrung) im allgemeinen eher unsicherer als das Fleisch das die lokale Bevölkerung ißt. Gegen alle Erwartung ist es im allgemeinen sicher bei Straßenläden zu essen. Essen Sie aber hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: die Umlaufgeschwindigkeit mit dem das Essen produziert und gegessen wird ist dann hoch, was der Hygiene zu gute kommt. Auch Restaurants bei denen Sie gut sehen können das es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenläden betrifft ist es klug später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dan manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen. Ein probates Hausmittel gegen Diarrhoe ist das Trinken von Cola und Boullion (nicht unbedingt zur gleichen Zeit:). Cola kann man beinahe überall kaufen und Boullion mit einem kleinen Spiralwasserkocher können Sie aus Deutschland mitnehmen.
Bilharzia (auch Schistosomiasis genannt)
Verhindern Sie eine Infektion, die durch kleine Würmer übertragen wird, dadurch, dass Sie nicht in stillstehenden Gewässern schwimmen.
Noch weitere (Semi)-medizinische Tipps
Hautversorgung
Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten Sie diese und desinfektieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster darauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf.
Sorgen Sie immer für einen hohen Sonnenschutzfaktor bei der Sonnencreme und cremen Sie diese auf jede unbedeckte Hautstelle, auch in der Regensaison. Schnorcheln mit einem T-shirt und einer (kurzen) Hose sind nicht ungewöhnlich! (Wir tun das auf jeden Fall immer). Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist.
Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am Besten Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich auch nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Schwitzen zu vermeiden.
Waschen oder desinfizieren Sie ihre Hände nach dem Toilettenbesuch und beißen Sie lieber nicht auf ihre Nägel.
In der Trockenzeit besteht die geringe Chance in den Wäldern von einer Zecke gebissen zu werden (in europäischen Wäldern ist diese Möglichkeit größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper auf Zecken, vor allem in den Kniekehlen und an der Oberschenkelinnenseite. Sollten Sie eine finden, ziehen Sie das Tier nicht mit etwas Alkohol heraus, sondern benutzen Sie am besten eine Zeckenpinzette (in allen Apotheken erhältlich), oder gehen Sie vor Ort zum Arzt. Sollten Sie eine kreisförmige Rötung nach einem Besuch eines Waldgebiets bekommen, gehen Sie dann damit sofort zum Arzt.
Sonnenstich
Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Vermuten Sie einen Sonnenstich (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und ruhen Sie sich dort, wenn möglich, einige Zeit aus.
Vitaminpräparate, vor allem Vitamin B, sind ratsam, angesichts der Tatsache dass Sie in Thailand verschiedene Nahrung, an die Sie zuhause gewöhnt sind, wenig essen werden, wie zum Beispiel Brot und (Butter)-milch. Achten Sie darauf das Vitamin B nur in bestimmten Mengen genommen werden darf.
Gesundheitsmaßnahmen nach der Reise
WICHTIG!
Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann u. U. Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmschmerzen oder ähliches bekommen, das Sie nicht in Verbindungen mit einer bestimmten Ursache bringen können: nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und melden Sie wie lange und wo Sie in Thailand waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der dortigen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig einen Tbc-test machen zu lassen.
Wir wünschen Ihnen einen gesunden und erholsamen Urlaub in Thailand!
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